Monatsarchiv für November 2009

VL-Fonds kostenlos CT Welt Portfolio AMI – ISIN DE000A0DNVT1 – WKN A0DNVT

Freitag, den 20. November 2009
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Dachfonds hauptsächlich Aktienfonds
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Der Fonds hat folgendes Anlageziel:
Dieser Dachfonds investiert weltweit bis zu 100% in Aktienfonds. Dabei greift das Fondsmanagement bei besonderer Gewichtung von Regionen-, Branchen- und Themenfonds auf diverse bekannte Investmentgesellschaften zurück.
Fondskosten:
Ausgabeaufschlag:
5,26 %
Verwaltungsgebühr:
1,40 %
Depotbankgebühr:
0,10 %
Total Expense Ratio:
1,63 %
Performance-Fee:
k.A.
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Österreich: Sammelklagen gegen AWD zulässig

Mittwoch, den 18. November 2009

Im Streit zwischen österreichischen Verbraucherschützern und dem AWD um Falschberatung im Zusammenhang mit dem Vertrieb von Immofinanz-Aktien kommt es wohl zum Prozess. Das Handelsgericht Wien hat die eingereichten Sammelklagen zugelassen.

Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) und AWD Österreich streiten bereits seit längerem. Die Swiss-Life-Tochter AWD wird beschuldigt, die Aktien der Gesellschaften Immofinanz und Immoeast als Alternative zu sicheren Bankprodukten wie Sparbücher oder Bausparverträge angeboten zu haben.

Beide empfohlenen Aktiengesellschaften stehen im Zentrum eines umfangreichen Wirtschaftskandals, der bis in höchste Wirtschaftskreise reicht. Der AWD hatte eine systematische Fehlberatung von Anlegern stets bestritten und bestand darauf, alle Fälle einzeln klären zu wollen.

2.500 Anleger als Sammelkläger

Das Gericht will die Vorwürfe der "systematischen Fehlberatung" von Immofinanz-Anlegern durch AWD-Berater nun inhaltlich prüfen. Der Sammelklagen-Aktion des VKI – im Auftrag des österreichischen Konsumentenschutzministeriums und mit Unterstützung des deutschen Prozessfinanzierers Foris AG – haben sich 2.500 Anleger mit einem Gesamtschaden von rund 30 Millionen Euro angeschlossen.

Da keine außergerichtliche Einigung zustande kam, klagten die Konsumentenschützer, um eine Verjährung zu vermeiden. Bisher brachte der VKI zwei Sammelklagen im Namen von insgesamt 270 AWD-Kunden und mit einem geschätzten Schaden von vier Millionen Euro ein. Nun bestätigte das Handelsgericht Wien die Zulässigkeit dieser Klagen.

Zweitgrößtes Zivilverfahren Österreichs

Ein Prozess gegen AWD wäre das zweitgrößte Zivilverfahren der Alpenrepublik. "Der AWD soll nun rasch auf den Einwand der Verjährung der bislang nicht eingeklagten Ansprüche verzichten", forderte Peter Kolba, Leiter des Rechtsbereichs des VKI. "Dann können wir die Vorwürfe mit dieser ersten Sammelklage exemplarisch prüfen und im Lichte einer Musterentscheidung eine außergerichtliche Lösung anstreben."

Eine Sammelklage sei prozessökonomischer und kostengünstiger, betonte der Konsumentenverein. Mit Sammelklagen werden die Ansprüche der mutmaßlich Geschädigten an den VKI abgetreten. Sollten man vor Gericht obsiegen, erhalten die Kläger laut VKI in der Regel einen Anteil von 70 bis 80 Prozent.

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Vorsorgen mit der Riester-Rente: Die besten Policen und Fonds

Dienstag, den 17. November 2009

Seit acht Jahren gibt es die Riester-Rente, fast 13 Millionen Sparer hat das staatlich geförderte Produkt schon überzeugt. Der Boom wird weitergehen, sagen Experten und nennen neue Zielgruppen

Es ist Zahltag. Insgesamt 1,6 Milliarden Euro schreibt die Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen im Mai Millionen Riester-Sparern gut – die höchste Summe seit Beginn der Auszahlung von Riester-Zulagen 2003. Seitdem hat der Staat seinen riesternden Bürgern in Summe 5,3 Milliarden Euro aufs Altersvorsorgekonto geschoben.

So war es abgemacht. Nach der Jahrtausendwende kürzte der Gesetzgeber mit dem Altersvermögensgesetz die gesetzliche Rente um 3 Prozentpunkte auf das jetzige  Eckrentenniveau von 67 Prozent des letzten Nettoeinkommens.

So viel bekommt eine fünfköpfige Familie vom Staat

""Als Ausgleich wurde 2001 die nach dem damaligen Bundesarbeitsminister Walter Riester benannte Rente eingeführt. Sie bildet zusammen mit der betrieblichen Altersvorsorge die zweite Schicht der Altersvorsorge, die Schicht der kapitalgedeckten Zusatzvorsorge. Sie baut auf Schicht 1 – gesetzlicher Rente und Rürup-Rente – auf und ergänzt die private, nicht staatlich geförderte Vorsorge der Schicht 3.

Das Prinzip funktioniert so: Der Riester-Sparer zahlt jährlich 4 Prozent seines Bruttoeinkommens vom Vorjahr, maximal aber 2.100 Euro, in seinen Riester-Vertrag ein. Dafür bekommt er Staatsgeld, nämlich mindestens 154 Euro Grundzulage. Hat er Kinder, gibt es je nach Alter der Kleinen 185 oder 300 Euro (ab 2008 geboren) pro Kind. Das rechnet sich insbesondere für kinderreiche Familien sowie für Sparer mit sehr niedrigem Einkommen.

Für die besser Betuchten sind dagegen eher die Steuervorteile interessant: Sie können die 2.100 Euro Maximalbeitrag als Sonderausgabe in ihrer Steuererklärung angeben. Die Finanzämter rechnen Zulagen und Steuervorteil für den einzelnen Sparer aus – er bekommt, was für ihn günstiger ist.

12,9 Millionen Deutsche hat das Konzept bisher überzeugt, so viele hatten zum Ende des dritten Quartals 2009 einen Riester-Vertrag abgeschlossen. Damit ist das Potenzial aber längst noch nicht ausgeschöpft, glauben Experten: "In jedem Menschen steckt ein Schwabe, und die Möglichkeiten, den Staat an der eigenen Altersvorsorge zu beteiligen, sind ungebrochen  groß", sagt Herbert Nißel. "Außerdem kommen jedes Jahr neue Menschen hinzu, die erstmals wegen der Berufsaufnahme riesterfähig sind", so der Vorstandsvorsitzende des Versicherungsspezialvertriebs Impuls weiter.

Neuen Schwung könnte auch ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) in den Riester-Absatz bringen, glaubt Nißel. Mitte September entschied das europäische Organ, dass die Riester-Rente in ihrer jetzigen Fassung gegen geltendes Europa-Recht verstößt. Grund dafür ist die Steuer. Die Riester-Rente muss nachgelagert besteuert werden, das heißt, die Beiträge sind steuerfrei, dafür greift der Fiskus später bei der Rente zu.

So viel bekommt ein alleinerziehender Vater mit zwei Kindern vom Staat geschenkt

""Zum Problem wird das bei Riesteranern, die ihren ständigen Wohnsitz zum Berufsfeierabend ins Ausland verlegen wollen. Weil sie dann hierzulande keine Steuern mehr zahlen, wären die Steuereinnahmen für die hiesigen Finanzämter verloren. Daher müssen diese Riester-Rentner ihre Zulagen nach bisherigem Recht zurückzahlen.

Gar nicht erst riestern dürfen Arbeitnehmer, die im Ausland wohnen, aber in Deutschland arbeiten und hier Sozialversicherungsbeiträge zahlen (sogenannte Grenzgänger). Bis jetzt. Denn beide Regeln verstoßen nach Ansicht des Europäischen Gerichtshofs unter anderem gegen das europäische Recht auf Freizügigkeit von Arbeitnehmern.

Deshalb muss der deutsche Staat jetzt nachbessern. Zwar bedeutet das für den deutschen Fiskus Steuerausfälle – eine Studie des Centrums für Europäische Politik in Freiburg ergab, dass dem Staatshaushalt durch die Neuregelung pro Jahr mindestens 470 Millionen Euro fehlen werden. Die Attraktivität der Riester-Rente dürfte sich dadurch aber erhöhen.

Wer riestern will, steht vor der Frage, wie er riestern will. Dabei liefern sich vor allem Versicherungen und Fondshäuser einen Kampf um künftige Riester-Sparer. Unangefochtene Gewinner bei den bisher verkauften Produkten sind Versicherungen. Sie haben einen Anteil von rund 75 Prozent am verteilten Riester-Kuchen, die Fondsgesellschaften sind mit rund 20 Prozent weit abgeschlagen, holen aber auf. Die restlichen 5 Prozent stecken in Banksparplänen und in Wohn-Riester-Verträgen.

Die besten Riester-Fonds gibt es hier im Porträt.

Dass riestern per Fonds beliebter wird, hat gute Gründe. Denn überzeugen können die Fondsprodukte in der Regel beim Renditevergleich. Das liegt an den meist höheren Kosten der  Versicherungslösung. Um die Fonds und das Garantiesystem, das Riester-Herz, liegt noch der Versicherungsmantel. Dadurch fallen Kosten auf mehreren Ebenen an, und die zehren die Rendite zum Teil auf. Gerade bei einer Laufzeit von mehreren Jahrzehnten kann ein Prozentpünktchen mehr oder weniger nicht gerade unerhebliche finanzielle Konsequenzen haben.

32 Prozent bekommt eine alleinerziehende Mutter vom Staat

""Trotzdem haben die Versicherungen ein nicht unwesentliches Pfund in der Hinterhand, meint Johannes Sczepan, Geschäftsführer des Finanzdienstleisters Plansecur. "Der Hauptvorteil der Riester-Policen liegt in der garantierten monatlichen Rente, deren Höhe bei Vertragsabschluss bereits bekannt ist."

Hier finden Sie eine Liste mit den besten Riester-Versicherungen. Drei der Top-Produkte hat DAS INVESTMENT.com porträtiert.

Bei Fondssparplänen beziehen sich die Garantien nicht auf eine  Rentenleistung, sondern nur auf den eingezahlten Beitrag und die Zulagen. Die späteren Renten richten sich nach den dann geltenden Sterbetafeln – und die dürften sich angesichts der demografischen Entwicklung nicht gerade zum Vorteil für künftige Rentner entwickeln.

Weitere Förderbeispiele und alle möglichen Infos zur Riester-Rente finden Sie hier.

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Honorarberatung, die bessere Finanzberatung? Jetzt sprechen unsere Leser

Dienstag, den 17. November 2009

Vor elf Tagen haben wir Sie nach Ihrer Meinung zum Thema "Honorarberatung, die bessere Finanzberatung?" gefragt. Bis heute erreichten uns zahlreiche fundierte, teils emotionale und oft auf persönlichen Erfahrungen basierende Standpunkte. Die Einschätzungen zur Honorarberatung reichen von blanker "Augenwischerei" bis hin zur "fairsten Art der Finanzberatung".

Auslöser der Diskussion war die Werbekampagne der Quirin Bank, in der sie die Politik zu einem Verbot von Provisionsberatung aufruft, sowie ein von DAS INVESTMENT.com geführtes Interview mit deren Vorstandschef Karl Matthäus Schmidt.

Honorarberatung auf dem Vormarsch

Zweifellos hat die Honorarberatung durch die Finanzkrise und dem damit einhergehenden Misstrauen gegenüber dem Provisionsvertrieb von Finanzprodukten an Zustimmung gewonnen.

Im Interview stellt Schmidt fest: "Nur Geschäftsmodelle, die  Schluss machen mit Provisionen und eine ehrliche und faire Beratung in den Vordergrund stellen, können das Vertrauen der Anleger auf Dauer zurückgewinnen und erhalten."

Diese Entwicklung wird auch von einer aktuellen Vertriebsstudie der European Business School untermauert. Danach bieten gegenwärtig rund 44 Prozent der Befragten Finanzberater Honorarberatungsdienstleistungen an, der Großteil allerdings nur neben dem klassischen Provisionsgeschäft. Ebenfalls 44 Prozent von ihnen können sich vorstellen, vollständig auf Honorarberatung umzusteigen.

Ein Verbot der Provisionsberatung würde diese Entwicklung zwangsläufig beschleunigen, wird in absehbarer Zeit jedoch kaum auf der politischen Tagesordnung stehen. Dennoch erhitzt die Forderung der Quirin Bank die Gemüter und hat unter DAS-INVESTMENT.com-Lesern eine lebhafte Diskussion in Gang gesetzt.

Geteiltes Echo von DAS-INVESTMENT.com-Lesern

Für Michael Deising, MD Finanz- und Versicherungsmakler, ist klar: "Die Beratungsqualität nimmt durch Honorarberatung nicht zwangsläufig zu". Seiner Meinung nach sollte allein der Kunde entscheiden, ob er auf Provisionsbasis oder gegen ein Honorar beraten werden möchte. Viel wichtiger sei die umfassende Transparenz- und Offenlegungspflicht in Sachen Beratungsdokumentation und Vergütung. Deising: "Das würde dem Kunden wirklich nützen." >> zum vollständigen Kommentar

Leser Klaus-Peter Fuhrmann ist sich sicher: Honorarberatung wird sich auf breiter Front nicht durchsetzen, da die meisten Bürger nicht bereit sind, für eine Beratung zu bezahlen. Fest steht für ihn jedoch: "Wer selbstständig ist, darf in keiner Form von einem Auftraggeber und dessen Wettbewerbs- oder Vergütungssystem abhängig sein." >> zum vollständigen Kommentar

"Honorarberatung kann sich jeder leisten"

Robert Kamhuber vertritt hingegen klar einen Standpunkt pro Honorarberatung. Finanzdienstleistung ist für ihn in erster Linie "Wissensvermittlung" und vergleichbar mit der Dienstleistung eines Steuerberaters. "Es handelt sich nämlich nicht, wie in der aktuellen Debatte suggeriert, um den Verkauf von Finanzinstrumenten", so Kamhuber. Das Argument, Honorarberatung sei nur etwas für Besserverdiener will er nicht gelten lassen: "Honorarberatung kann sich jeder leisten". >> zum vollständigen Kommentar

Weitere Lesermeinungen:

"Provisionsberatung verbieten? Der Kunde soll entscheiden!"

"Honorarberatung oder Provisionsberatung? Wer das Beste für den Kunden möchte, der sollte ihm die Entscheidung überlassen"

"Honorarberatung würden einige meiner Kunden ablehnen und zu einer Internet-Plattform wechseln"

"Es gibt nichts, was gegen totale Transparenz der Beratungsvergütungen spricht"

"Honorarberatung und sonst nichts? Rote Karte für Herrn Schmidt"

"Das mit der Honorarberatung ist nur Augenwischerei"

"Honorarberatung ist die fairste Art der Beratung"



Ist Honorarberatung die bessere Finanzberatung?
Sagen Sie uns Ihre Meinung!

Schicken Sie Ihren Standpunkt an honorarberatung@dasinvestment.com.

Wir werden ausgewählte Meinungen in weiteren Beiträgen auf unserer Webseite veröffentlichen.

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"Geprüfter Honorarberater IFH" startet im Januar

Freitag, den 13. November 2009

Die Prüfungsordnung zum "Geprüften Honorarberater IFH" ist gebilligt worden. Die von der VDH-Tochter IFH konzipierte dreimonatige Ausbildung für Honorarberater startet zum Januar 2010.

Die Prüfungsordnung wurde vom Institute of Financial Consulting IOFC in Neumünster verabschiedet. Dessen Beiratsmitglieder betonen, dass die Hauptschwierigkeit des Finanzberaters bei der Umsetzung der Honorarberatung weniger in Fachkenntnissen, sondern vielmehr in der betriebswirtschaftlichen Umsetzung eines gegenüber der Provisionsvermittlung stark geänderten Geschäftskonzeptes liegt.

Die Fortbildung zum "Geprüften Honorarberater IFH" soll daher auf bereits etablierten fachlichen Fortbildungen wie etwa dem "Fachwirt für Finanzberatung (IHK)" aufbauen. Weitere Basisqualifizierungen können über den Prüfungsausschuss beim IOFC anerkannt werden.

Die Fortbildung schließt mit einer 90-minütigen schriftlichen Prüfung, die quartalsweise an bundesweit an fünf Prüfungsstandorten angeboten wird. Die Prüfung führt die Berliner bbw Akademie durch. Der Lehrgang wurde von der IFH entwickelt, einer Tochtergesellschaft des Verbunds Deutscher Honorarberater VDH GmbH. Die Fortbildung kostet 800 Euro inklusive Umsatzsteuer. Die Prüfungsgebühren liegen bei 107 Euro pro Prüfungstag.

Über Konzept berichtete DAS INVESTMENT.com hier.

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Regulierung: Versicherer sehen sich besser gegen Risiken gewappnet

Dienstag, den 10. November 2009

Die positive und negative Seite der Regulierung: Die Mehrheit der Versicherer weltweit fühlt sich durch immer neue Vorschriften wie Solvency II besser gegen künftige Risiken gewappnet (62 Prozent) und erwarten eine höhere finanzielle Stabilität (56 Prozent). Gleichzeitig befürchten die Gesellschaften aber auch, dass sie durch die immer neuen Regeln in den kommenden drei Jahren langsamer wachsen werden.

Das zeigt eine internationale Umfrage der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG unter 392 Versicherern in 47 Ländern, von denen 65 Prozent mehr als 500 Millionen US-Dollar umsetzen.

Nur jeder dritte Versicherer (30 Prozent) vertraut darauf, bis 2012 durch eine Fusion oder Übernahme zu wachsen – das sind 24 Prozentpunkte weniger als noch vor einem halben Jahr. Nur 46 Prozent der Befragten erwartet für diesen Zeitraum ein organisches Wachstum. Vor sechs Monaten waren es noch 55 Prozent, die davon ausgingen.

"Versicherer sehen in den zunehmenden regulatorischen Anforderungen eine gute Gelegenheit, ihr Risiko- und Kapitalmanagement zu verbessern", sagt Frank Ellenbürger, KPMG-Vorstand und Leiter des globalen Versicherungsbereichs. "Kurzfristig werden die entsprechenden Investitionen sicherlich das Wachstum der Unternehmen bremsen, aber im Endeffekt werden sie dadurch für die Zukunft besser aufgestellt sein."

Die neuen europäischen Richtlinien unter Solvency II könnten beispielsweise dazu führen, dass Versicherungen je nach Risiko mehr Eigenkapital halten müssen. Dieses Geld würde für Investitionen fehlen.

Jeder dritte Befragte sagt, dass sein Unternehmen in den vergangenen zwölf Monaten besser abgeschnitten habe als erwartet. Für ein Viertel der Umfragteilnehmer lief alles wie geplant, 42 Prozent meinen, die Ergebnisse des vergangenen Jahres seien schlechter als erhofft.

Im Großen und Ganzen glauben die meisten Befragten, dass die Branche die schlimmsten Folgen der Wirtschaftskrise überstanden hat. Rund drei Viertel der Versicherer sehen optimistisch in die Zukunft und erwarten, dass das eigene Unternehmen 2012 besser abschneiden wird als in den vergangenen 12 Monaten – 18 Prozent davon gehen sogar davon aus "deutlich bessere" Geschäfte zu machen als in der jüngsten Vergangenheit. Nur vier Prozent der Befragten befürchten, dass es für sie noch schlimmer kommen wird.

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Verbraucherzentrale versus ING Diba: Sicherheitslücke oder angemessene Maßnahme?

Freitag, den 6. November 2009

Wer Namen und Kontonummer eines Kunden kennt, kann auf einfachste Weise dessen ING-Diba-Konto stilllegen. Dies offenbarte ein Test von Direktbanken der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

Im September hatten sich die Verbraucherschützer der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen (NRW) das Einverständnis eines Kunden der Direktbank ING Diba beschafft, der zuvor sein Tagesgeld-Guthaben auf wenige Euro reduziert hatte. Ausgerüstet allein mit dessen Namen und Kontonummer wurde der Kunde an der Hotline als verstorben gemeldet.

Fingierte Todesmeldung nicht überprüft

Binnen weniger Tage waren Tagesgeld-Konto und Wertpapier-Depot für den Kunden tot. Von der Hotline ging die mündliche Meldung an die Nachlassabteilung, die daraufhin das Ende der Zugriffsmöglichkeit vollzog.

Laut Verbraucherzentrale wurden dabei keine Nachweise gefordert – weder die Pin fürs Telefon-Banking verlangt, noch Sterbeurkunde oder Erbschein gefordert, geschweige denn die Identität des Anrufers überprüft. Die Angabe eines Phantasie-Namens und einer Phantasie-Adresse reichte aus.

Die ING Diba wies die Kritik der Verbraucherzentrale mit Nachdruck zurück. Es handele sich nicht um eine Sicherheitslücke, sondern eine Sicherheitsmaßnahme, die eingeführt worden sei, damit niemand im Todesfall unberechtigt über das Konto verfügen kann.

Im Zweifel für die Sicherheit

"Wir machen das Konto bei einer Todes-Meldung vorsorglich dicht", sagte ING-Diba-Pressesprecher Thomas Bieler gegenüber DAS INVESTMENT.com. Im Nachgang werde dies natürlich anhand von entsprechenden Dokumenten überprüft. Ein fingierter Todesfall sei bislang noch nicht vorgekommen, so Bieler, der durch den "blöden Scherz" der Verbraucherzentrale nun Nachahmer-Effekte befürchtet.

Das Risiko unberechtigter Abhebung sei stets stärker zu gewichten als das Risiko einer unberechtigten Kontensperrung. Noch sehe man keine Veranlassung, die aktuelle Regelung zu verändern, werde sie aber nochmals überdenken. Kosten, die aus einer unberechtigten Sperrung entstünden werden laut Bieler von der ING Diba erstattet. Derzeit werden mehr als 6 Millionen Konten bei der Direktbank geführt.

In dem von der Verbraucherzentrale NRW provozierten Fall hatte es mehr als vier Wochen gedauert, bis sich der tot gemeldete Kunde wieder erfolgreich beim Online-Banking einloggen konnte. Immer wieder wurde er zuvor von Mitarbeitern an der Hotline vertröstet: Die Freischaltung eines im Nachlass befindlichen Kontos sei "schließlich die Königsdisziplin".

Der Versuch der Verbraucherzentrale NRW, ähnliche Sperrungen bei einem weiteren Dutzend Geldinstituten zu erwirken, scheiterte bereits im Ansatz. Deren Mitarbeiter forderten am Telefon qualifizierte Nachweise sowohl über den Tod ihres Kunden als auch über die Identität des Meldenden.

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Neuer Waldfonds: Aquila will den Regenwald retten

Mittwoch, den 4. November 2009

Das Emissionshaus Aquila Capital hat seinen dritten Waldfonds auf den Markt gebracht. Der geschlossene Fonds Waldinvest III investiert in den Schutz und die Bewirtschaftung des brasilianischen Regenwaldes.

Zusammen mit anderen institutionellen Investoren beteiligt sich der Fonds mittelbar an der brasilianischen Kapitalanlagegesellschaft Amata S.A. (Minderheitsbeteiligung). Diese hat bereits ein Portfolio von Bewirtschaftungslizenzen erworben, mittels derer Parzellen brasilianischen Regenwaldes bewirtschaftet werden. Weiterhin hat sie Brachwald in Regenwaldgebieten aufgeforstet. Mit den Investitionsmitteln sollen weitere Lizenzen und Plantagen erworben werden.

Die Anleger beteiligen sich über die Treuhänderin Caveras Treuhand GmbH an der Fondsgesellschaft Aquila Waldinvest III GmbH & Co. KG. Diese beteiligt sich wiederum an der Amata S.A. mit einem geplanten Eigenkapital von 15 Millionen Euro (siehe Grafik).

Amata will bis zu einer Million Hektar brasilianischen Waldes erhalten und bis zu 40.000 Hektar wieder aufforsten

Die Amata S.A. plant insgesamt ein Beteiligungskapital in Höhe von bis zu 130 Millionen US-Dollar bei internationalen Investoren zu platzieren. Nach Angaben von Aquila kann das Amata-Projekt damit bis zu einer Million Hektar brasilianischen Waldes erhalten und bis zu 40.000 Hektar wieder aufforsten.

""Um den Regenwald in seiner natürlichen Form zu erhalten, sollen nur wenige Kubikmeter Holz während eines Bewirtschaftungszeitraums von 25 bis 30 Jahren entnommen werden. Darüber hinaus werden nur Bäume entnommen, die sich bereits am Ende ihres Lebenszyklus befinden. Die Hölzer werden vor Ort verarbeitet und veredelt.

Die Beteiligung ist auf rund 15 Jahre geplant. Zudem hat Aquila Capital die Option, die Laufzeit viermal um jeweils ein Jahr zu verlängern. Eine Kündigung durch den Anleger ist während der – gegebenenfalls verlängerten – Laufzeit ausgeschlossen.

Die Mindestanlagesumme beträgt 10.000 Euro zuzüglich Agio. Die Zeichnungsfrist läuft voraussichtlich bis zum 31 März 2010. Es werden Auszahlungen während der Laufzeit von 10 bis 35 Prozent pro Jahr geplant, die erstmals 2014 ausgezahlt werden. Insgesamt wird ein Mittelrückfluss von 315 Prozent vor Abgeltungssteuer erwartet.

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Solar- und Wind-Projekt des Jahrhunderts: Desertec Industrial Initiative gegründet

Montag, den 2. November 2009

Der erste Schritt in die Wüste ist getan: Heute wurde die Planungsgesellschaft der Desertec Industrial Initiative (DII) in München gegründet. Damit kann das sonnige Jahrhundert-Projekt seine Arbeit aufnehmen. Chef der DII ist Paul van Son.

Geplant wurde die DII-Gründung bereits im Juli dieses Jahres. Zwölf Unternehmen, darunter die Deutsche Bank, die Versicherung Munich Re, die Stromkonzerne RWE und Eon sowie Schott Solar, schlossen sich als Gründungsmitglieder der Desertec zusammen. "Jetzt wird die Vision Wirklichkeit", so DII-Chef Paul van Son.

Geplant ist das größte Wüstenstromprojekt der Welt. In den kommenden vier Jahrzehnten sollen 400 Milliarden Euro investiert werden, um in Nordafrika große Mengen CO2-freien Stroms aus Sonne und Wind für die europäischen Industriestaaten zu produzieren.

Die Planungsgesellschaft beschäftigt sich nun erst einmal mit den Fragen der Finanzierung, der technischen Machbarkeit und den politischen Weichenstellungen. DII-Chef van Son muss Investoren suchen und die ersten Solar- und Windkraftprojekte anstoßen. Deutlich vor 2050 soll die erste Solar- und Windkraftanlage in Nordafrika entstehen. In drei Jahren soll der Business Plan stehen.

Auch Investoren können sich, zumindest indirekt, an der Operation Wüstenstrom beteiligen, indem sie Aktien der beteiligten Firmen kaufen.

Die Gründungsmitglieder:
• Deutsche Bank
• M+W Zander
• Cevital
• ABB
• Abengoa Solar
• Siemens
• RWE
• Munich Re
• E.ON
• Schott Solar
• MAN
• Solar Millennium

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Finanzkrise sorgt für mehr Vorsorgebereitschaft

Montag, den 2. November 2009

Weniger Vertrauen in die eigene Altersvorsorge – das ist eine Auswirkung der Finanzkrise laut einer aktuellen Studie der YouGov Psychonomics. Positiv für die Vermittlerbranche: Immer mehr Menschen wollen mehr für die eigene Vorsorge tun.

Aktuell sehen nur noch 43 Prozent der 18- bis 59-Jährigen ihre Vorsorgesituation als ausreichend an; vor dem Ausbruch der Finanzkrise im vergangenen Jahr waren dies noch 48 Prozent.

Vor allem die heute 51- bis 59-Jährigen sehen sich infolge der Finanzkrise bei der privaten Altersvorsorge deutlich zurückgeworfen: 2005 und 2008 gaben noch jeweils 69 Prozent an, bereits ausreichend für das Alter vorgesorgt zu haben, aktuell sind dies nur noch 57 Prozent.

Diese Ergebnisse zeigt der aktuelle "Kundenmonitor Assekuranz 2009" des Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGov Psychonomics AG zum Schwerpunktthema "Zukunft der Lebensversicherung".

Verantwortlich für diese Entwicklung sind einerseits reale Verluste im Bereich börsenabhängiger Anlageformen, gleichzeitig aber auch ein wachsendes Bewusstsein für die Erfordernisse und Risiken der privaten Altersvorsorge.

Mittfünfziger fühlen sich besonders stark betroffen

"Die Generation 50+ wird sich ihrer Vorsorgelücken und der Risiken privater Altersvorsorge seit Beginn der Finanzkrise besonders stark bewusst", erläutert Christoph Müller, Studienleiter bei der YouGov Psychonomics AG. "Gleichzeitig erwächst aus der krisenbedingten Verunsicherung eine neue Vorsorgebereitschaft in Deutschland."

Aktuell möchte jeder dritte Bundesbürger im Alter zwischen 18 und 59 Jahren in den nächsten 12 Monaten (zusätzliche) Maßnahmen der privaten Altersvorsorge ergreifen, 2008 war dies nur jeder Vierte.

Allerdings: der Anteil derer, die nach eigenen Angaben bisher weder ausreichend vorgesorgt, noch sich bereits ausreichend zum Thema private Altersvorsorge informiert haben oder zukünftig Altersvorsorge-Maßnahmen planen, liegt unverändert bei rund einem Drittel.

Sicherheit ist Trumpf

Unter den beliebtesten Altersvorsorgeprodukten der Deutschen rangieren derzeit "sichere" Anlagen – insbesondere die Riester-Rente in Form der klassischen privaten Rentenversicherung, deutlich vor den risikoreichen aktienbasierten Produkten. Letztere verzeichnen aufgrund der Finanzkrise einen deutlichen Akzeptanzrückgang.

Auch die vor der Finanzkrise insbesondere von angelsächsischen Versicherern in Deutschland eingeführten innovativen Altersvorsorgeprodukte – wie Garantiefonds, Hybridversicherung, Universal-Life-Versicherung oder Variable Annuities – die höhere Renditen und flexiblere Konditionen als klassische Lebensversicherungen mit gleichzeitigen Garantiekomponenten versprechen, stoßen aktuell auf geringere Akzeptanz als vor Beginn der Finanzkrise.

Zur Studie: Rund 1.500 Entscheider und Mitentscheider in Versicherungsangelegenheiten im Alter zwischen 18 und 59 Jahren wurden repräsentativ zu ihrem Vorsorgestand, ihrer Vorsorgebereitschaft und ihren Anlagepräferenzen bei der private Altersvorsorge befragt.

Weitere Studieninformation  

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