Monatsarchiv für Januar 2010

OVB droht Beraterabgang im Ausland

Freitag, den 29. Januar 2010

Medienberichten über Beraterschwund in größerem Ausmaß ist die OVB entgegengetreten. In einer Ad-Hoc-Mitteilung stellte der börsennotierte Finanzvertrieb das wahre Ausmaß fest.

Demnach haben 26 hauptberuflich für die OVB Vermögensberatung (Schweiz) AG sowie 10 hauptberuflich für die OVB Conseils en patrimoine France Sarl tätige Finanzberater erklärt, sie wollten das Unternehmen verlassen. Gründe wurden nicht genannt.

Beide betroffenen Unternehmen sind Töchter der OVB Holding AG, die insgesamt in 14 Ländern Europas operiert. In der Schweiz habe "rund die Hälfte" der Berater, in Frankreich "der größere Teil" gekündigt, wie eine OVB-Sprecherin gegenüber DAS INVESTMENT.com bestätigte. Man befinde sich momentan in Gesprächen mit den abwanderungswilligen Beratern. Spekulationen über ähnliche Vorkommnisse bei der polnischen OVB-Tochter wies OVB mit Nachdruck zurück.

Laut Unternehmensangaben trug die Schweizer OVB-Tochter im Jahr 2009 mit insgesamt 4,7 Prozent zu den im Konzern erwirtschafteten
Gesamtvertriebsprovisionen bei, der Anteil der französischen OVB-Tochter betrug 3,2 Prozent.

Die Provisionserlöse für 2009 hat OVB noch nicht bekanntgegeben, sie sollen am 31. März 2010 vorgestellt werden. Das Neunmonatsergebnis von Januar bis September 2009 lag um knapp 25 Prozent unter dem des Vorjahres. Im Jahr 2008 wurden 260,2 Millionen Euro an Provisionserlösen erzielt, davon stammten 67 Prozent aus den Auslandsgesellschaften.

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Fondskongress 2010: Super gemacht, Kollegen

Freitag, den 29. Januar 2010

Über 5.000 Fachbesucher, 213 Aussteller und 200 Vorträge. Rekordzahlen aus Mannheim. DAS INVESTMENT.com gratuliert den Kollegen von Fondsprofessionell. Im Jänner 2010 hat bei Euch wieder mal alles gestimmt. Wir kommen gerne wieder, und zeigen heuer erstmal Fotos vom Fondskongress.

Zum neunten Mal fand in Mannheim der Fondskongress statt. Über 5.000 Fachbesucher, 213 Aussteller und 200 Vorträge. Rekord in schwierigen Zeiten. Das INVESTMENT.com gratuliert mit einer Bilderstrecke.

>> HIER DIE BILDSTRECKE

Neuer Lombard-Odier-Fonds: Demografie-Krise als Chance

Donnerstag, den 28. Januar 2010

Für die einen ist es eine Krise, für die anderen ein vielversprechender Markt. Der Schweizer Vermögensverwalter Lombard Odier nimmt die zunehmende Überalterung der Gesellschaft zum Anlass, um einen neuen Fonds aufzulegen.

Ihren neuen Demografie-Fonds hat die Gesellschaft nach der Babyboom-Generation benannt, die jetzt allmählich über 60 Jahre alt wird. "Diese Generation, auch bekannt unter der Bezeichnung "Golden Age", gibt einen steigenden Anteil ihres Einkommens für ein aktives Leben und Gesundheit im Alter aus und wird im Jahr 2050 aus mehr als 2 Milliarden Menschen bestehen", so Lombard Odier.

Der LO Funds – Golden Age (WKN 213725) investiert in Unternehmen, die von den zunehmenden demografischen Veränderungen am stärksten profitieren werden. Dazu zählen insbesondere Firmen, die im Gesundheitswesen tätig sind.

"Der Bedarf an ausgereiften Technologien, wie Hüftprothesen und Herzschrittmachern wird zunehmen", meint Aziz Nahas, Fondsmanager und Leiter Aktienanlagen bei Lombard Odier. Darüber hinaus werden die Fortschritte in der Technologie und der Molekularbiologie es ermöglichen, dass das Auftreten der mit dem Alterungsprozess einhergehenden degenerativen Erkrankungen hinausgeschoben werden kann.

So entfallen mehr als 47 Prozent des Fondsvermögens auf Unternehmen, die sich auf Technologien und Dienstleistungen im Gesundheitsbereich fokussieren. Weitere knapp 22 Prozent legt der Fondsmanager in Pharma-Titeln an. Auch Biotechnologien sind mit einem Anteil von 15 Prozent im Portfolio vertreten. Insgesamt kann das Portfolio zwischen 35 und 60 Positionen enthalten.

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Exklusiv-Interview mit Deutscher-Ring-Chef Frank Grund: "Wir waren behutsam"

Donnerstag, den 28. Januar 2010

Die Baloise-Töchter Deutscher Ring Lebens- und Sachversicherung haben heute angekündigt, eine neue Stammorganisation unabhängig von Deutscher Ring Krankenversicherung und Signal Iduna aufzubauen. Die Krankenversicherungen für die Produktpalette der neuen Vertriebler sollen dabei von der Hanse-Merkur kommen. DAS INVESTMENT.com sprach mit Deutscher-Ring-Leben-Chef Frank Grund exklusiv über die neuen Pläne.

DAS INVESTMENT.com: Sie geben als Grund für den Aufbau der neuen Stammorganisation "auffällig hohe" Abwanderungen zur Signal Iduna an. Gibt es da konkrete Zahlen?

Frank Grund: Nein. Wir haben die Kollegen bei der Signal Iduna nach konkreten Zahlen gefragt, da kam aber noch nichts zurück. Wir nehmen die Entwicklung ernst, dass Vertriebspartner von der gemeinsamen Stammorganisation der Deutschen Ring Lebens-, Sach- und Krankenversicherung zu Signal Iduna wechseln. Denn letztlich gefährdet dies nicht nur die Vertriebskraft unserer Gesellschaften, sondern auch Arbeitsplätze – und dies nicht nur bei Deutscher Ring Leben und Sach, sondern auch bei Deutscher Ring Kranken. Deshalb fanden wir es wichtig, jetzt zu handeln.

DAS INVESTMENT.com: Wie erklären Sie Sich die Bewegung hin zur Signal Iduna?

Grund: Darüber will ich nicht spekulieren.

DAS INVESTMENT.com: Bei der neuen Stammorganisation sollen die Krankenversicherungsprodukte vom Hamburger Anbieter Hanse-Merkur kommen.

Grund: Unser Wunschkandidat für die Bereitstellung der Krankenversicherungen im Produktportfolio der neuen Stammorganisation ist und bleibt die Deutscher Ring Krankenversicherung. Das Angebot an DR Kranken steht, die eigenen Produkte exklusiv über die neue Vertriebsorganisation verkaufen zu können. Aber natürlich müssen wir auch eine valide, attraktive Alternative haben für den Fall, dass sich Deutscher Ring Kranken gegen unser Angebot entscheidet.

DAS INVESTMENT.com: Bis wann geben Sie der Deutscher Ring Krankenversicherung Zeit, sich zu entscheiden?

Grund: Einen konkreten Termin gibt es nicht, ich möchte keinen Zeitdruck aufbauen. Aber klar ist auch, dass die Tür nicht bis zum Sankt Nimmerleinstag offen stehen wird.

DAS INVESTMENT.com: Zum Plan B: Wieso bekommt die Hanse-Merkur dabei den Zuschlag?

Grund: Die Hanse-Merkur ist mit ihren Krankenversicherungsprodukte erfolgreich am Markt positioniert und hat in den vergangenen Jahren ein dynamisches Wachstum verbucht:Die Zahl der Vollversicherten hat sich stark nach oben entwickelt. Insofern böte die Zusammenarbeit gute Perspektiven.

DAS INVESTMENT.com: Derzeit hat die gemeinsame Stammorganisation der Deutscher Ring-Gesellschaften rund 600 Vertreter. Soll die neue Vertriebsorganisation ähnlich stark aufgebaut sein?

Grund: Das sehen wir dann. Letztlich entscheidend ist für uns die Qualität der Vertriebspartner, nicht die Quantität.Ich gehe jedoch davon aus, dass sich viele qualifizierte Vertriebspartner aufgrund der Leistungen und Produkte, die wir ihnen bieten, für uns entscheiden.

DAS INVESTMENT.com: Ist dieses Selbstbewusstsein denn gerechtfertigt? Schließlich geht es beim Deutschen Ring zwischen den zerstrittenen Parteien derzeit hin und her, da gibt es doch sicherlich einen hohen Grad an Verunsicherung bei potenziellen Vertriebskandidaten.

Grund: Natürlich gab und gibt es Fragen zur aktuellen Situation beim Deutschen Ring. Aber wir sehen die Gründung der neuen Stammorganisation als klare Antwort auf diese Fragen. Denn sie ist ein klares Bekenntnis zur Deutscher Ring Lebens- und Sachversicherung und dazu, dass wir die Vertriebskraft unserer Gesellschaften nachhaltig sichern wollen.

DAS INVESTMENT.com: Denken Sie rückblickend, dass diese ganze Seifenoper hätte vermieden werden können, wenn man anfangs etwas behutsamer vorgegangen wäre?

Grund: Das sehe ich ganz anders: Wir waren behutsam! Wir haben von Anfang an viel Wert auf konstruktive Gespräche gelegt und diese auch geführt. Aber manchmal kommt man einfach an einen Punkt, wo die Situation es erfordert, dass man einseitig handeln muss.

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Studie: Institutionelle Investoren setzen auf Nordamerika

Mittwoch, den 27. Januar 2010

Das Vertrauen institutioneller Investoren in die Aktienmärkte ist im Januar leicht gestiegen. Insbesondere Nordamerika erfreut sich steigender Beliebtheit. Bei Europa hingegen zeigen sich professionelle Anleger skeptischer.

Dies geht aus dem aktuellen Confidence-Index hervor, der von dem US-Finanzdienstleister State Street berechnet wurde. Der Index misst monatlich das weltweite Anlegervertrauen, welches sich in der Risikobereitschaft institutioneller Investoren zeigt. Die Risikobereitschaft leiten die Forscher dabei unter anderem aus der Aktienquote der Mischportfolios.

Das weltweite Anlegervertrauen stieg gegenüber Dezember von 104,3 geringfügig um 0,2 Zähler auf 104,5. Besonders positiv war die Stimmung am nordamerikanischen Markt: Hier nahm das Anlegervertrauen um 4,4 Zähler gegenüber dem im Dezember verzeichneten Wert von 103,5 auf 107,9.

In Europa zeigten sich die institutionellen Anleger hingegen vorsichtiger. Das Anlegervertrauen ging hier von 104,5 im Dezember um 5,6 Zähler auf 98,9 zurück. In Asien stieg das Vertrauen institutioneller Anleger nach 97,5 im Dezember leicht auf 98,1 an.

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Neuer Fonds von Berenberg und Universal Investment

Dienstag, den 26. Januar 2010

Die Investmentgesellschaft Universal Investment und die Berenberg Bank bringen einen neuen Absolute-Return-Fonds auf den Markt. Der Berenberg Dymacs Fixed Income Market Neutral UI (WKN A0YFRC) investiert hauptsächlich in Staatsanleihen europäischer Emittenten mit hoher Bonität und kurzer Laufzeit.

Der Name Dymacs steht für ein von Berenberg entwickeltes Verfahren zur quantitativen Auswertung von Märkten, den Dynamic Market Adaptive Combined Scoring-Modell. "In diesem Modell werden zur Prognose von Marktentwicklungen klassische Ansätze der Finanzwissenschaft mit verhaltenswissenschaftlichen Ansätzen kombiniert", erklärt Denisa Čumova, Leiterin Total-Return-Management bei Berenberg.

Das Modell wird seit fast drei Jahren in institutionellen Mandaten umgesetzt und soll mit dem neuen Fonds nun auch Privatanlegern zugänglich gemacht werden.

Um sowohl in steigenden als auch in fallenden Märkten positive Erträge erzielen zu können, kann das Fondsmanagement neben Staatsanleihen auch Optionsscheine erwerben. "Die Strategie ist so strukturiert, dass für die Optionsstrategie kein Kontrahentenrisiko besteht", so Berenberg.

Der Ausgabeaufschlag beträgt maximal 5 Prozent, die jährliche Verwaltungsvergütung 1,105 Prozent.

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Studie: Marken-Wert von Banken deutlich gefallen

Dienstag, den 26. Januar 2010

Viele Banken sind durch die Finanzkrise in ihrem Marken-Wert beschädigt worden. Es gibt aber auch Marken-Gewinner in der Krise, verrät eine aktuelle Studie der YouGov Psychonomics.

Laut dem Marken-Ranking "BrandIndex" konnten im Bereich der Banken Volks- und Raiffeisenbanken gegenüber der wie im Vorjahr erstplatzierten Direktbank ING-Diba deutlich aufholen. Der Ruf der ING-Diba hat im Vergleich zum Vorjahr zwar deutlich verloren, sie konnte ihren Spitzenplatz unter den Banken aber dennoch behaupten. Sie erzielte auf einer Skala zwischen -100 und 100 Punkten den Wert von 46,3.

Auf den weiteren Rängen folgen die Gewinner der Krise: "Die Volks-und Raiffeisenbanken, Sparkassen sowie Sparda-Banken konnten im Verlauf der Krise teilweise deutlich profitieren", ziehen die Studienleiter Holger Geißler und Tim Oesterlau ein erstes Fazit. Genauere Angaben dazu, auch die größten Verlierer im Marken-Image der Kreditinstitute, will YouGov Psychonomics in den nächsten Tagen bekanntgeben.

Das Marken-Ranking 2009 basiert auf den Ergebnissen des "YouGov BrandIndex", für den jährlich rund 250.000 Verbraucher befragt werden. Auf Basis einer täglichen Befragung von 1.000 Personen ermöglicht dieses forschungsbasierte Tool zur Markenführung tagesaktuelle Imageanalysen von über 500 Marken aus 20 Branchen.

Weitere Informationen zur Studie unter www.brandindex.de

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Vermögensverwaltung: Fidelity sprengt die 10-Milliarden-Euro-Marke

Dienstag, den 26. Januar 2010

Im vergangenen Jahr hat Fidelity International das beste Ergebnis seit Jahren erzielt. Das Fondsvermögen stieg um 50 Prozent, die Nettomittelzuflüsse sogar um das 15-Fache. Der Fideltiy European Growth Fund sowie die Active Strategy- und die Target-Fonds der Gesellschaft entpuppten sich dabei als Verkaufsschlager.

Das von Fidelity International im vergangenen Jahr verwaltete Vermögen sprengte die 10-Milliarden-Euro-Marke. Zum Stichtag am 31. Dezember 2009 habe man 10,5 Milliarden Euro Kundengelder verwaltet, erklärte der Fondsriese. Das ist eine Steigerung von 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Für das gute Ergebnis dürften größtenteils die hohen Mittelzuflüsse verantwortlich sein. So sammelte die Gesellschaft im vergangenen Jahr mit 902 Millionen Euro 15-mal mehr Kundengelder als im Vorjahr ein.

Am stärksten wurden die Fonds der Fidelity-Active-Strategy-Familie (FAST) nachgefragt. Allein der FAST Europe Fund (WKN A0JDV9) sammelte bei privaten und institutionellen Anlegern 290 Millionen Euro ein. Der Zweitplatzierte Fidelity European Growth Fund (WKN 973270) erzielte einen Nettozuwachs von 165 Millionen Euro.

Auch die Target-Fonds der Gesellschaft waren gefragt. So flossen dem Fidelity Target Fund 2020 (WKN 357499) rund 100 Millionen Euro zu.

"Ein kräftiger Impuls kam zudem von der Garantie Investment Rente", so die Gesellschaft. Diese fondsgebundene Rentenversicherung mit Garantie wurde Anfang März 2009 von Fidelity zusammen mit dem Lebensversicherer Canada Life auf den Markt gebracht. Von März bis Dezember 2009 zahlten Anleger Beiträge in Höhe von 33,8 Millionen Euro in das neue Produkt ein; der durchschnittliche Anlagebetrag lag bei 47.000 Euro. Davon wurden 83 Rürup-Anträge mit insgesamt 1,6 Millionen Euro geschrieben.

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Der SSgA EMU Index Equity Fund P mit der WKN 940676 und ISIN FR0000018087 – mit Fondsdiscount kaufen

Donnerstag, den 21. Januar 2010
Immer mehr Anleger kaufen Ihre Fonds über einen Fondsdiscounter. Das ist auch richtig so! Denn nur wer selbst sein Geld in die Hand nimmt hat den Überblick über seine Vermögensanlagen. Fondsdiscount hat seine berechtigten Vorteile, die wir Ihnen anhand dieses Fonds zeigen möchten.

Fondsname: SSgA EMU Index Equity Fund P
ISIN: FR0000018087
WKN: 940676

Fondskosten:
Ausgabeaufschlag:
5,50 %
Verwaltungsgebühr:
0,60 %
Depotbankgebühr:
k.A.
Total Expense Ratio:
0,70 %
Performance-Fee:
k.A.

Dieser Fonds wird mit 100% rabattiert, Sie zahlen also keinen Ausgabeaufschlag. Sie sparen sich bei einer Anlagesumme von z. B. 30.000 Euro ganze 1.650,00 Euro Ausgabeaufschlag. Weitere Informationen zum Fondskauf mit Fondsdiscount finden Sie unter Rabatt & Abwicklung. Der SSgA EMU Index Equity Fund P ist bei der der Frankfurter Fondsbank und der DAB kaufbar.

Die Fondsgesellschaft State Street Global Advisors hat am 21.07.2000 den SSgA EMU Index Equity Fund P mit der ISIN FR0000018087 und der WKN 940676 aufgelegt. Der SSgA EMU Index Equity Fund P ist ein Fonds der thesaurierend ist. Der Fonds hat folgendes Anlageziel: Ziel des Fonds ist es, eine Performance zu erzielen, die mit der Entwicklung der Aktienmärkte des Euro-Raums (gemessen am MSCI EMU Index oder einem gleichartigen Index) vergleichbar ist. Um dieses Ziel zu erreichen, wird eine indexbezogene Managementstrategie angewandt.

Analyse: Stabile Überschussbeteiligungen sagen nicht viel aus

Mittwoch, den 20. Januar 2010

Trotz Finanzkrise haben die meisten Lebensversicherer ihre Überschussbeteiligung für 2010 konstant auf dem Vorjahresniveau belassen. Die Stabilität der Überschussbeteiligung sei aber nur "die halbe Wahrheit", so das Ratinghaus Franke & Bornberg. Denn stattdessen schraubten die Gesellschaften Rückkaufswerte und Ablaufleistungen herunter.

Untersucht haben die Hannoveraner Analysten klassische private Rentenversicherungstarife der 3. Schicht von 27 Gesellschaften mit einem Marktanteil von rund 63 Prozent. Davon haben neun ihre Überschussbeteiligung gesenkt und ein Anbieter, die Axa, die Verzinsung erhöht. Beim Rest haben die Versicherer die Überschussbeteiligung auf dem Niveau von 2009 belassen (siehe Tabelle).

Trotzdem zeigen sich zum Teil deutliche Veränderungen in der Ablaufleistung und im Rückkaufswert. Beispiel Swiss Life: Wie 2009 liegt die Überschussbeteiligung für 2010 bei 4,1 Prozent. Dafür fallen sowohl die Rückkaufswerte als auch die Ablaufleistung niedriger aus. Der Wert, den Kunden bekommen, wenn sie ihre Police vorzeitig nach fünf Jahren kündigen liegt um 0,2 Prozent unter dem Wert, den Kunden noch 2009 bekommen hätten.

Tabelle vergrößern

""Das Minus steigt kontinuierlich an. So liegt der Rückkaufswert nach 25 Jahren um 3,97 Prozent und nach 34 Vertragsjahren um 7,53 Prozent unter dem Wert für 2009. Auch die Ablaufleistung fällt geringer aus: 7,85 Prozent Abschlag gibt es dort.

Selbst bei der Axa, die ihre Überschussbeteiligung von 3,5 auf 4 Prozent erhöht hat, gibt es Verschiebungen, allerdings nur beim Rückkaufswert. Die Ablaufleistung profitiert von der höheren Verzinsung und steigt gegenüber 2009 um 13,86 Prozent. Kündigt der Kunde vorzeitig, etwa nach fünf Jahren macht er ein Minus von 13,22 Prozent gegenüber 2009, nach 25 Jahre sind es noch minus 0,23 Prozent.

Die Analysten fanden bei ihrer Untersuchung auch heraus, dass Angebote mit identischen Ablaufleistungen teils große Unterschiede bei der Höhe der Rückkaufswerte aufwiesen. Michael Franke, Geschäftsführer des Analysehauses, sieht das kritisch: "Tarifleistungen, die bei der Produktauswahl nicht im Vordergrund stehen, werden hier zu Gunsten einer höheren Ablaufleistung angepasst."

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""Problematisch sei das, weil rund zwei Drittel der Versicherungen vor dem eigentlich vereinbarten Termin gekündigt würden. Viele Vermittler führten beim Verkauf nur die Höhe der aktuellen Überschussbeteiligung und die Ablaufleistung ins Feld. Das könnte im Einzelnen zu Fehlberatungen führen.

Insgesamt zeigten sich deutliche Unterschiede in den Ablaufleistungen und markante Verschiebungen im Vergleich zur Vorjahresanalyse. Die höchste Ablaufleistung liegt 2010 bei 107.767 Euro (2009: 111.290 Euro), die niedrigste bei 64.245 Euro (2009: 76.767 Euro). Die Durchschnittswerte zeigen geringere Abweichungen. So liegt die durchschnittliche Ablaufleistung 2010 bei 90.218 Euro, im vergangenen Jahr erreichte sie 91.360 Euro.

Die Werte wurden für einen männlichen Musterkunde berechnet, der 32 Jahre alt ist und monatlich 100 Euro im Monat in seinen Vertrag einzahlt. Im Todesfall ist eine Beitragsrückgewähr vereinbart, enthalten ist eine Rentengarantie-Zeit von zehn Jahren, das Ende des Vertrags kommt mit dem 67- Geburtstag des Kuunden.

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